Fashion

COPERNI: Digitale Zukunft

Seit sie ihre Agenden bei der Marke Courrèges niedergelegt haben, hat die Modewelt nur auf eines gewartet: ihr Comeback. Nun sind Sébastien Meyer und Arnaud Vaillant mit ihrem eigenen Label Coperni in aller Munde. Die ideale Gelegenheit, über Mode, Digitalisierung und Community Building zu sprechen.
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Kreatives Duo: Sébastien Meyer und Arnaud Vaillant sind die Köpfe hinter dem Label Coperni.

Nach der Einführung Ihrer Marke Coperni im Jahr 2013 (vier Kollektionen gab es bis 2015) und sieben Kollektionen bei Courrèges haben Sie Ihr Label im vergangenen Jahr wiederbelebt. Was war die Intention dieses Comebacks?

Spaß haben und mit unseren Kunden wieder in Kommunikation zu treten. Wir haben Coperni auf ganz natürliche Weise neu gestartet, aber mit mehr Erfahrung, also weniger Stress, und vor allem mit dem Ziel, fair produzierte und begehrenswerte Produkte zu schaffen. Der Preis ist unser täglicher Kampf. Wir wollen uns mit erschwinglichen Stücken in der Realität verankern und die Menschen um uns herum kleiden. Wir haben unsere Rückkehr auch auf digitale Projekte konzentriert, um in direktem Kontakt mit unserer Zielgruppe zu sein und das durch Interaktivität zu stärken.

Coperni ist mit @copernize_your_life und kürzlich mit der Vorführung eines Kurzfilms bei Apple für die Saison Frühjahr/Sommer 2020 näher an die Digitaltechnik herangekommen. Ist Coperni eine digital affine Marke?

Wir träumen davon, dass Coperni die Marke mit der besten Vernetzung wird! Wir haben eine Leidenschaft für Technologie – und es liegt an uns, neue Lösungen vorzuschlagen. Das Laufstegformat wurde vor über 150 Jahren von Charles Frederick Worth erfunden... Und seitdem geschah nichts mehr. Mit den uns zur Verfügung stehenden Werkzeugen sollten wir in der Lage sein, mehr Interaktionen zu schaffen. “Copernize your life” ist ein virtuelles Abenteuer auf Instagram, das die Rückkehr der Marke begleiten soll, und das jüngere Projekt “Coperni Arcade” konzentriert sich auf Fragen zu Interaktivität und Spaß für den Verbraucher.

Innerhalb von zwei Saisonen haben Sie eine intelligente Garderobe entworfen, die Couture, Sixties und minimalistische 90er-Jahre-Codes miteinander vermischt. Kann man mit diesen Stichworten die DNA des Labels zusammenfassen?

Die Idee hinter Komplettlooks hat uns immer missfallen, weil sie keine Freiheiten lässt. Unsere Kundinnen sollen ganz nach Belieben unsere Entwürfe mit anderen Lieblingsstücken kombinieren. Wir wollen Modelle, die lange halten und sich nicht stark nach den Saisonen oder Trends richten.

„Innovation trifft Technik“ – so lautet die Eigendefinition der französischen Marke

Woran erkennt man ein Design Ihrer Marke?

Ein Coperni-Stück muss mehrere Kriterien beinhalten: Einfachheit des Schnitts, eine Idee der Bewegung, ein innovatives Detail und eine Inspiration, die oftmals aus dem Designbereich oder der Technologie entnommen wird.

Wie sieht die Arbeitsteilung aus?

Wir arbeiten in allen Aspekten des Geschäftes zusam- men. Auch wenn unsere Rollen sehr unterschiedlich sind! Arnaud kümmert sich um die Geschäfte. Ich mache die ganze kreative Arbeit.


Zwischen der geforderten Rückverfolgbarkeit, der Macht der Influencer und Athleisure... Was sind Ihre Alleinstellungsmerkmale?

 

Wir kämpfen an zwei Fronten: Innovation, von digital bis nachhaltig, und Chic. Das Wort „Technik-Chic“ ist unsere Spezialität.

 

Photos: Coperni

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