Psychologie

22 unbequeme Wahrheiten über das Leben, die (fast) niemand sagt

Seien wir mal ehrlich: Das Leben ist nicht aus Zuckerwatte, weshalb manch Wahrheit auch bitter schmeckt. Die gute Nachricht: Negatives hat auch positive Seiten –der Blickwinkel entscheidet!
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1. Wir sollten das Leben auskosten

Das Leben ist endlich und deswegen so kostbar. In diesem Bewusstsein liegt eine unglaubliche Kraft. "Wir dürfen niemals vergessen: Unsere vornehmste Aufgabe ist es zu leben." Diese Erkenntnis gewann der französische Philosoph Michel de Montaigne aus den Wirren seiner Zeit.


2. Irgendwann ist es zu spät

Zu spät für Entschuldigungen. Oder zu spät dafür, sanfter mit unseren Mitmenschen zu sein oder mehr Zeit mit unseren Liebsten zu verbringen. Denken wir daran, mehr Zeit denen zu schenken, die wir lieben, weil sie nicht immer mit uns sein werden.


3. Liebe allein reicht nicht

Manche Menschen passen einfach nicht zusammen. Ihre Erfahrungen, Muster und Bedürfnisse beißen sich, kämpfen gegeneinander und machen die Beziehung zu einem Ort der Hölle. Liebe als alleinige Kraft löst keine Probleme.

 

4. Selbstliebe ist nicht genug

Wir sind soziale Wesen. Wir brauchen andere. Wachsen in ihrer Wärme wie Pflanzen in der Sonne. Die absolute Unabhängigkeit ist eine Illusion.

 

5. Talent und Glück reichen oft nicht

Ohne viel Arbeit, Disziplin und Ausdauer kommen wir nicht weit. Vor allem der Mut, nach Rückschlägen immer wieder aufzustehen, bringt uns zum Erfolg. 

 

6. Wir geben unser Bestes und scheitern trotzdem

Weil unser Bestes (noch) nicht gut genug war. Oder, weil das Glück bisher nicht auf unserer Seite war. Vieles liegt nun mal außerhalb unserer Kontrolle.

 

7. Mehr Geld macht nicht glücklich

Geld kann ein guter Motivator sein, aber nicht das Ziel. Um langfristig glücklich zu sein, braucht es vor allem Dinge wie Familie, Freunde, Gesundheit, Lernen und neue Erfahrungen.

 

8. Erzwungenes Glück läuft schnell davon

Wie Anthony de Mello schrieb: „Das Glück ist wie ein Schmetterling. Jag ihm nach und er entwischt Dir, setze Dich hin und er lässt sich auf Deiner Schulter nieder.“ Glücklichsein ist nur im Hier und Jetzt möglich – indem wir Ja zu allem sagen, was ist.

 

9. Wir können es nicht jedem Recht machen

Wenn alle wichtiger sind als man selber und wenn wir unsere Bedürfnisse immer wieder für andere zurück stellen, dann bleiben wir irgendwann auf der Strecke. Wir sollten nicht aus Angst vor Ablehnung unsere eigenen Werte außer Acht lassen. Also Dinge tun, die wir eigentlich als nicht richtig ansehen. So verlieren andere die Achtung vor uns und wir selbst auch.

 

10. Zu hohe Ansprüche schaden uns

Zufriedenheit, Karriere, Finanzen, Beziehung … Alles muss am besten passen. Und vorzeigbar sein. Die Folge davon: Wir setzen uns selbst unter enormen Druck. Wir konzentrieren uns vor allem auf Fehler, Erfolge werden kaum gesehen. Wir leiden. Weniger ist manchmal mehr.

 

11. Taten sprechen lauter als Worte

Andere Menschen entscheiden, ob sie uns Vertrauen schenken, indem sie unsere Taten beurteilen – nicht unsere Worte. Denn Worte sagen, wer wir gerne wären. Taten zeigen, wer wir wirklich sind.

12. Das Leben wird nie perfekt und nie frei von Schmerz sein

Lebenskrisen oder traumatische Ereignisse sind für viele von uns unvermeidbar. Die gute Nachricht: Kummer, Schmerz und Leid führen zu einem erhöhten emotionalen Bewusstsein und fördern unser persönliches Wachstum. No Pain, No Gain.

 

13. Das Leben ist nicht fair

Es ist auch nicht unfair. Es ist nicht gegen uns. Es ist ihm einfach egal. Das Leben meint es jedenfalls nicht persönlich und das ist irgendwie auch befreiend.

 

14. Was wir sagen ist wesentlich

Worte haben Macht. Sie können beschämen, Herzen bluten lassen und Konflikte gar Kriege auslösen. Oder andere aufbauen, ihnen Kraft geben und Freude schenken.

 

15. Die Vergangenheit ist unveränderbar

Das Leben ist jetzt. Also kümmern wir uns nicht mehr um die Zukunft und grämen uns nicht über die Vergangenheit. Das Einzige, was zählt, ist das, was sich uns in diesem Moment darbietet.

 

16. Wir können andere Menschen nicht ändern oder retten

Es liegt nicht in unserer Macht, was ein anderer tut oder nicht tut. Manchmal haben wir alles versucht und wir können nichts weiter machen als hoffen. Und manchmal müssen wir gehen, wenn uns Bleiben zerstört.

 

17. Wer sagt: „Ich kann das nicht“ – der will es nicht

Was würde geschehen, wenn wir nicht mehr „Ich kann nicht“  sagen, sondern diese Aussage mit „Ich werde nicht“  ersetzen, was so viel bedeutet wie „Ich will nicht“.  Auf diese Weise wird deutlich, dass hier eine Entscheidung getroffen wurde. So entsteht Überzeugung und Hingabe. An diesem Punkt übernehmen wir die Verantwortung für uns selbst.

 

18. Was wir nicht zulassen, kann uns nicht loslassen

Wir können unsere Gefühle aus dem Bewusstsein verdrängen und nehmen sie so nicht mehr wahr. Allerdings sind sie trotzdem noch da und bestimmen unser Verhalten und Erleben aus dem Unterbewusstsein heraus. Anders gesagt: Was wir verdrängen, holt uns später wieder ein. 

 

19. Niemand rettet uns - außer wir selbst

Kein Ritter, kein Engel, kein spiritueller Führer, kein Psychiater, kein Partner. Wir können Hilfe ab und an sehr gut gebrauchen, am Ende jedoch können wir uns nur selbst helfen und unserer Intuition folgen. Die Antworten sind immer in uns, nicht bei anderen.

 

20. Wir haben zu wenig Zeit, weil wir sie verschwenden

„Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen“, sagte Seneca. Was wäre, wenn wir  häufiger anhalten, innehalten und mehr von dem tun, was uns wirklich wichtig ist?

 

21. Die entscheidenden Dinge im Leben geschehen dann, wenn wir die Kontrolle aufgeben

Wir schlafen ein, wir können lieben, wir können genießen, wir können unserer Intuition folgen, befreit lachen, ohne Scham weinen.

 

22. Es gibt keinen richtigen Weg

Wir können unsere Entscheidungen noch so gut reflektieren, alle Varianten abwägen und unterschiedliche Möglichkeiten durchdenken – wir werden niemals sicher sein, die beste Wahl getroffen zu haben. Die gute Nachricht: Es steht uns frei, mit unserem Leben anzufangen, was immer sich für uns richtig anfühlt. Wir dürfen experimentieren und uns ausprobieren.

"Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden." - Mark Twain

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