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Das Mombo-Camp: Ein Hauch Paradies in Afrika

Wollten Sie schon immer einmal ein Stück Natur hautnah erleben? In unendlich anmutenden Steppen, zwischen frei lebenden Löwen, in absoluter Ruhe? Botswana mit seiner vielfältigen Flora und Fauna bietet ein solch einmaliges Naturerlebnis, fernab von hektischen Grossstädten, Restaurants und Einkaufsmeilen.
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Wer von Europa aus nach Botswana reist, sollte gerne reisen, denn die Reise ist lang und anstrengend. Doch ohne Fleiss kein Preis – schliesslich führen nicht viele Wege direkt ins Paradies. Mitte April dieses Jahres ist es so weit und wir packen unsere Koffer. Allerdings stimmt das nicht ganz, denn Schalenkoffer gehören nicht nach Botswana. Man sollte mit Sporttasche oder Rucksack reisen und auf alles Unnötige verzichten: Mit maximal 20 Kilo muss man auskommen. Von Zürich fliegen wir direkt nach Johannesburg, danach mit einem Lokalflug nach Maun im Norden Botswanas. Ab Maun sollte man definitiv schwindelfrei sein, denn hier kommt man weder mit dem Auto noch mit öffentlichen Verkehrsmitteln ans Ziel. Kleine Propellerflugzeuge, die Platz für sechs bis acht Personen bieten, fliegen uns zu den jeweiligen Camps; diese Maschinen sind übrigens auch die Erklärung für die strikten Gepäckvorschriften. Es rüttelt und klappert, doch die Aussicht auf die grünen Grasflächen und die vulkanartigen Krater ist so beeindruckend, dass man die Strapazen im Flugzeug leicht vergisst. Bei Start und Landung ist das Flugzeug dem Boden so nah, dass wir Elefanten, Zebras oder Giraffen bereits aus der Luft bestaunen können. Elefanten sehen wir in enormen Herden, zu denen sich mehrere Familien zusammenschliessen: Botswana zählt die grösste Elefantenpopulation von Afrika.

 

Die kleine Propellermaschine landet auf einer Naturpiste mitten in der Steppe, wo uns ein Guide mit Land Cruiser und kalten Getränken herzlich begrüsst. Nach einer kurzen Einleitung darüber, wie man sich in der Nähe von wilden Tieren zu verhalten hat, düsen wir in der Abendsonne über die kurvigen Wege und hören immer wieder die Warnung: «Branches on the side.» Man muss Acht geben, denn es schlagen einem immer wieder Buschwerk und Zweige ins Gesicht. Zudem empfiehlt es sich, sich gut festzuhalten.

 

Nach ungefähr zwanzig Minuten entdecken wir die ersten Lichter des Mombo Camp, das wir über eine sehr holprige Brücke erreichen. Für einen Afrika-Neuling wie mich ist das Mombo Camp ein unglaubliches Erlebnis. Der Empfang ist sehr herzlich und es fehlt weder an Erfrischungstüchern noch an einem Willkommensdrink. Das Restaurant, als Zentrum und Herz des Camps, ist ein wahres Bijou. In einer Distanz von 50 Metern grasen Impalas, Zebras, Elefanten und Wildschweine allesamt mit ihrem Nachwuchs – ein Bild, das ich nicht so schnell vergessen werde.

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Im Februar 2018 eröffnete das renovierte und in Richtung Flussauen erweiterte Camp seine Tore. Im Zuge des Neubaus hat das Mombo Camp ein noch exklusiveres Ambiente erhalten und die Zelte – eher kleine Häuser mit eigener Terrasse und einem Whirlpool – zeigen sich nun individueller als zuvor. Wichtig war aber, dass sich das Camp gleich wie früher anfühlt und trotzdem mit neuem und frischem Charme überzeugt.


Gleichzeitig mit der Planung der Neubauten wurde die Chance ergriffen, das Camp mit den neusten Standards auszustatten und es noch nachhaltiger zu gestalten. Bestehende Elemente wurden wiederverwendet wie etwa die massiven Holztüren. Zudem wurde die Feuerschale, wo sich die Gäste zum Apéro treffen, neu installiert und hinterlässt einen Funken Nostalgie. 

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Daily Business
Ein typischer Tag im Mombo Camp beginnt mit einem Weckruf der Ranger um 5.30 Uhr. Um 6 Uhr wird man zum Frühstück abgeholt – Sie fragen sich, warum? Ganz einfach: In den frühen Morgenstunden ist es noch dunkel und zudem gefährlich, denn die Wildtiere können sich völlig frei durchs Camp bewegen. Der Ranger kennt das Camp und die Tiere sehr gut und führt uns sicher zum Frühstück. 


Nach einer leichten Stärkung geht es in der jeweiligen Gruppe oder allein mit dem Guide auf Tour. Wir fahren durch die kühle Natur auf dem Land Cruiser und man kann sich noch gar nicht vorstellen, dass in wenigen Stunden eine unvorstellbar brütende Hitze herrschen wird. Wer die Jacke vergessen hat oder fröstelt, erhält vom Guide einen Poncho oder eine Decke, es wird wirklich an alles gedacht.

Wir fahren und fahren und beobachten – unglaublich, dass unser Guide genau weiss, wohin er will –, aber auch das gehört zur Ausbildung der Ranger von Wilderness Safaris. Sie müssen das Gebiet rund um das Camp wie die eigene Westentasche kennen. Wir staunen über ihr immenses Wissen bezüglich Geschichte, Geografie und Politik von Botswana ebenso wie über Flora und Fauna. 

Die Rangers kommunizieren über Funkgeräte miteinander, um so die Chancen zur Entdeckung der schönsten Tiere zu erhöhen. Nicht jeder bekommt die sogenannten Big Five (Elefant, Nashorn, Löwe, Leopard und Büffel) zu Gesicht. Diese Tiere stehen unter Schutz und wer in Botswana wildert, kann dafür mit seinem Leben bezahlen.
 

An einem frühen Morgen erhalten wir über Funk den Tipp eines anderen Rangers, der eine Familie von Geparden gesichtet hat. Umgehend brettern wir Richtung Süden. Tatsächlich, an einem kleinen Gewässer finden wir eine Mutter mit ihren drei Jungen. Die Tiere strahlen pure Eleganz aus und beachten unseren Jeep kaum. Anscheinend betrachten sie uns nicht als Gefahr, solange wir uns im Fahrzeug befinden, nicht aufstehen und uns ruhig verhalten. Wir beobachten die wunderschönen Muster im Fell sowie die elegante Haltung der Gepardenfamilie.

«Our journeys change lives.»

Gegen 10 Uhr gibt es die erste Pause, mitten in der weiten Landschaft. Nach dem langen Sitzen tut es gut, die Beine zu bewegen und die wärmenden Sonnenstrahlen im Gesicht zu spüren. Unser Guide klappt an der Vorderseite des Geländefahrzeugs ein Gitter auf und serviert uns an diesem wunderschönen Morgen Kaffee, Tee und Gebäck. Darauf folgt eine weitere Tour – wir sehen Zebraherden und Giraffenfamilien. Es ist schon abenteuerlich, wenn man mit dem Jeep durch ein Gewässer fährt, sodass man dafür betet, nicht stecken zu bleiben ... 

Gegen Mittag, als es schon sehr heiss wird und die Sonne gewaltig herunterbrennt, fahren wir zurück ins Camp. Dort erwartet uns ein herrlicher Lunch. Im Mombo Camp wird individuell und à la carte zu Mittag gegessen: Für uns gibt es einen leichten Fisch aus Botswana mit Gemüse – ein Highlight! Die Küche im Camp ist exzellent, hier werden ausschliesslich einheimische Lebensmittel verarbeitet. Nebenbei soll an dieser Stelle festgehalten werden, dass ich das beste Rindsfilet meines Lebens im Mombo Camp gegessen habe.

 

Der Nachmittag kann jeweils individuell genutzt werden. Für eine Tour ist es zu heiss, die Tiere suchen sich Schattenplätze und wollen nicht gestört werden. Zeit für eine Siesta also.  

Im Mombo Camp gibt es einen Gemeinschaftspool, ein Gym und einen kleinen Spa. Allerdings kann man auch einfach in seinem Bungalow bleiben. Von unserer Terrasse haben wir eine tolle Aussicht und können Impalas, Zebras, Elefanten, Giraffen und, ja, auch Affen beobachten. Für eine Abkühlung hüpfen wir in den Pool und, um anschliessend wieder fit zu sein, gönnen wir uns ein Schläfchen im Schatten. 

Tea Time
Obwohl Botswana seit 1966 von Grossbritannien unabhängig ist, sind gewisse Traditionen geblieben. In unserem Fall: der Nachmittagstee nach englischer Art um 16 Uhr, kleine Süssigkeiten oder Miniburger sowie Kaffee und Kuchen.

 

Nach einer kleinen Stärkung geht es weiter zur nächsten Tour. Dieser abendliche Ausflug ist mein absoluter Favorit, gestärkt gleitet man im sanften Fahrtwind durch die Savannenlandschaft. Blätter klatschen einem ins Gesicht und wer sich nicht festhält, wird ganz schön durchgeschüttelt: «Branches on the side», heisst es wieder öfter. Die abendliche Dämmerung bringt einen abenteuerlichen Touch mit sich, aber auch die schönsten Sonnenuntergänge unter afrikanischem Himmel.

 

Den richtigen Ton getroffen
Ausstattung und Accessoires im Mombo Camp sind vom Feinsten – und immer unter Berücksichtigung der einhei- mischen Tradition und Kultur gefertigt. Hochwertige Bademäntel sowie Slippers aus Leinen zeigen, dass man sich hier Gedanken über jedes kleine Detail macht. Der Gast soll sich in seinem Zelt-Bungalow so wohl wie möglich fühlen. So kommt es auch, dass der aufmerksame Guide meine von Sand verschmutzte Sonnenbrille reinigt – einfach weil hier Aufmerksamkeit eines der obersten Gebote ist. Dass jedes Zelt mit Sonnenhut, Safaritasche, Regenschirm und weiteren nützlichen Utensilien ausgestattet ist, sei lediglich am Rand erwähnt. 

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Lunch unter freuem Himmel
Mein persönliches Highlight findet an unserem letzten Tag im Mombo Camp statt. Nach der morgendlichen Tour fahren wir nicht wie die letzten Tage für den Lunch ins Camp zurück, sondern werden von einer wunderschön angerichteten Tafel mitten im Busch überrascht. Bis ins kleinste Detail ist die Tafel liebevoll geschmückt und mit zahlreichen Leckereien bedeckt: butterzartes Rindfleisch aus Botswana, Maissalat, Halloumikäse, Fisch-Frikadellen und diverse grüne Salate. 

 

Tourismus
Im Jahr 1996 begann Botswana, den Tourismus professionell zu betreiben und förderte ihn in den vergangenen zwanzig Jahren enorm. Heute ist er einer der wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes und wird zweifellos weiterwachsen. Nach verschiedenen Gesprächen mit Einheimischen ist aber klar, dass der Fokus nach wie vor auf exklusiven Reisen liegt. Botswana soll auf keinen Fall zu einem Ziel des Massentourismus werden. Im Mombo Camp stehen höchstens zwanzig Gästen rund 65 Personen Personal gegenüber: Sie alle kommen aus Botswana, wurden von Wilderness Safaris ausgebildet und sind dank dieser Anstellung in der Lage, ihre Familien zu versorgen. Auch hier findet sich die viel zitierte und überall spürbare Nachhaltigkeit – einfach wohltuend!

 

Botswana ist ein Paradies mit einer faszinierenden Tierwelt und atemberaubenden Landschaften, die ihre Fruchtbarkeit dem weltberühmten Okavango-Delta zu verdanken haben. Ein Handy-Netz sucht man hier vergeblich. Viel- mehr schärft eine solche Reise die Sinne und sorgt dafür, dass man klarer sieht.

 

Kurz gesagt: Diese Reise eröffnet neue Horizonte. Kein Wunder, hat Prinz Harry seine Meghan vor der königlichen Hochzeit hierher eingeladen. 

Der Experte für ihre Safari
Wer eine Reise nach Botswana plant, sollte sich dafür mit dem nachhaltigen Tourismusbüro Rêves Afrique zusammenschliessen. Dieser Partner von Wilderness Safaris organisiert für Sie die gesamte Reise von Anfang bis Ende, Flüge, Reiseberatung, zusätzliche Add-ons und Sonderwünsche eingeschlossen. 
 

Einmalig und unvergesslich: Rêves Afrique stellt massgeschneiderte Reisen durch den gesamten Süden und Osten Afrikas zusammen. Unsere Berater mit Leidenschaft für den Schwarzen Kontinent waren allesamt früher als Reiseleiter und Rucksacktouristen in Afrika unterwegs. Sie sind mit jedem Winkel vertraut und frischen ihre Ortskenntnisse regelmässig auf. Dank ihrer Expertise können Sie die jahreszeitlichen Migrationsbewegungen der Tierwelt sicher einplanen, damit Ihre Wünsche nach Komfort, Abenteuern und dem Zauber der Natur wirklich in Erfüllung gehen. Ganz einfach: damit Sie Ihre ganz eigene Traumsafari zusammenstellen können.
 

Die Umweltorganisation Wilderness Safaris bietet Tourismus mit sozialem Engagement für die Bevölkerung sowie Nachhaltigkeit und Umweltschutz für das Land. Im südlichen Afrika betreibt das Unternehmen rund vierzig Camps.
 

Ihr Ziel ist es, Gäste aus der ganzen Welt an der Schönheit und Einmaligkeit der besonderen und entlegenen Wildregionen teilhaben zu lassen und zugleich Afrikas Naturerbe für kommende Generationen zu bewahren. 

Rêves Afrique SA 1, rue de Grenus 1201 Genève
 

reves-afrique.ch   wilderness-safaris.com 

Image Credits:
DANA ALLEN
DAVID CROOKES 

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